












Das Johnsbachtal ist ein zentraler Bestandteil des seit 2002 bestehenden Nationalparks Gesäuse. Der Park erhielt von der Weltnaturschutzunion (IUCN) die internationale Anerkennung nach der Kategorie II (“Schutzge-biet, das hauptsächlich zur Erhaltung von Ökosystemen und zu Erholungszwecken verwaltet wird”). Besonders zu erwähnen ist das umfangreiche Nationalpark-Bildungsangebot, das von halb- bis mehrtägigen Natur-Erlebnis-Wanderungen und Exkursionen bis zu Nachtwanderungen und kompletten Projektwochen reicht.
Johnsbach ist weithin bekannt wegen seines einzigartigen Bergsteigerfriedhofes. Der Friedhof wurde so angelegt, dass man über den im Tal reichenden Kirchengrat in einer Linie zum Großen Ödstein aufblickt. Dies ergibt eine besondere Beziehung zwischen Erde und Himmel. Der Friedhof enthält Grabsteine und Grabkreuze all jener Menschen, die bei ihren Wanderungen, Berg- und Klettertouren in den Gesäusebergen ums Leben gekommen sind.
Unbedingt zu empfehlen ist ein Besuch des nahegelegenen Benediktinerstiftes Admont. Als ältestes Kloster der Steiermark ist es seit Jahrhunderten der geistige und ökonomische Impulsgeber der Gesäuseregion. Berühmt und viel besucht ist die Klosterbibliothek, sie beherbergt 160.000 Bände sowie zahlreiche Handschriften und Inkunabeln. Beachtlich ist auch der wirtschaftliche Stellenwert des Klosters, der sich in 27.000 ha Grundbesitz, holzverarbeitenden Industriebetrieben und ca. 1.000 Beschäftigten manifestiert.
In der Gesäuseregion können Sie ruhig Ihr Auto stehenlassen. Mit dem Xeismobil, das 16 Gemeinden im Gesäuse mit einem dichten Fahrplan verbindet, erreichen Sie problemlos mit öffentlichen Verkehrsmitteln Ihre individuellen Wanderziele. Auch die Rückfahrt ist mit eigens eingerichteten Rufbussystemen optimal gewährleistet.
Sie war eine der ersten Höhlen, die man Anfang des 20. Jahrhunderts zu einer Schauhöhle ausgebaut hatte. 1910 wurde die Odelsteinhöhle durch den Besitzer, den „Kölblwirt“ in Johnsbach eröffnet und aufgrund ihrer ungewöhnlich reichen Ausstattung mit Mineralien bereits 1931 zum Naturdenkmal erklärt. Bei der Odelsteinhöhle handelt es sich um eine Kalksinterhöhle mit interessanten blauen Eisenblüten. Weltweit berühmt wurde die Odelsteinhöhle jedoch durch ihre reiche Ausstattung mit grünlichbläulichen Aragonitkristallen. Obwohl Mineralienräuber leider keinen Respekt vor den Naturschönheiten haben und allzu deutlich ihre Spuren hinterließen, ist die Odelsteinhöhle nach wie vor ein einzigartiges, besuchenswertes Naturjuwel.
Führungen und weitere Informationen erhält man beim Kölblwirt: www.koelblwirt.at, Tel.: +43/(0)3611/216.