Blick in das Krakautal

Steirische Krakau
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Besonderes in der Steirischen Krakau

Der Preber

Der Sage nach verbirgt sich in einer Höhle am Preber, dem Bischofsloch, ein Schatz: “Der Preber ruht auf goldenen Säulen. Am Osthang ist eine Kalkwand, in der sich eine Höhle, das Bischofloch, öffnet. Viele Goldsucher haben die Höhle aufgesucht, um ihr Glück zu machen.” “Ein Goldsucher verirrte sich mehrere Tage in der Höhle. Ringsum sah er das herrlichste, blinkende Gold. Weil ohne Aussicht, wieder lebend ans Tageslicht zu gelangen, ließ er aber alles liegen. Nach vielen Tagen kam er aber doch wieder ins Freie, er befand sich im Moar-Kar. Am Hute hatte er einen oder zwei Goldzapfen, so dass er für sein ganzes Leben versorgt war.”
Von der Lungauer Seite soll ein Stollen durch den Berg zu einer Schatztruhe voller Gold führen, die aber niemand öffnen konnte. Tatsächlich gab es im 16. Jahrhundert Goldwaschwerke an der Mur und in der Krakau wurden Edelmetalle geschürft.

Wasserscheibenschießen auf dem Schattensee

Wie am Prebersee im benachbarten Lungau, gibt es auch am Schattensee im Hochtal der Krakau den Brauch des Wasserscheibenschießens. Diese beiden Seen sind die einzigen in ganz Österreich, die eine solche Schußtechnik ermöglichen. Die Legende über den Ursprung des Wasserscheibenschießens klingt rätselhaft und geheimnisvoll: Ende des 19. Jahrhunderts trafen sich zwei Wilderer nach erfolgloser Jagd am Schattensee. Der eine rief seinem Freund über den See zu, er könne dessen Spiegelbild auf der Wasseroberfläche klar und deutlich erkennen, schoss auf das Spiegelbild worauf der Freund tödlich getroffen zusammenbrach.
Heute wird von einem Ufer des spiegelblanken Sees auf das Spiegelbild einer Zielscheibe, die am anderen Seeufer in 107 Meter Entfernung aufgestellt ist, geschossen. Die Kugel prallt an der Wasseroberfläche ab und muss die über dem Wasser hängende Kartonscheibe treffen. Auch für interessierte Besucher ist im Sommer nach vorheriger Anmeldung beim Gasthof Tauernwirt eine Teilnahme an einem Wasserscheibenschießen möglich.

Brauchtum und Tradition

Neben dem Wasserscheibenschießen gibt es noch vielerlei einzigartige und alte Bräuche. Das Faschingrennen am Rosenmontag ist einer der Ältesten und dient dazu, mit Lärm und Getöse die Dämonen des Winters zu verscheuchen. Die Faschingsrenner in ihren prächtigen Kostümen werden vom „Wegauskehrer“, dem „Hühnergreifer“, dem „Roßhändler“ und Musikanten begleitet.
Ebenso wie in einigen Ortschaften im benachbarten Lungau, gibt es auch in der Krakau den Brauch des „Samsontragens“. Dieser Brauch entstand in Anlehnung an die Lungauer Figuren Anfang des 19. Jahrhunderts. Eine fünf Meter hohe Figur, welche die mythologische Figur des Samson personifiziert, wird zum Oswaldifest am 1. Sonntag im August getragen und tanzt langam einige Takte zu den Klängen der Schützenkapelle.

Tälerbus

Bereits seit 20 Jahren gibt es das länderübergreifende Tälerbusprojekt im steirisch-salzburgerischen Grenzgebiet. In den Bezirken Murau und Tamsweg wurden zahlreiche Tal- und Ausflugsbuslinien geschaffen, um den Autoverkehr in den Seitentälern der Niederen Tauern zu minimieren. Auch für die Tourenplanung bietet der Tälerbus viele Vorteile. Lange „Talhatscher“ kann man durch die Benützung des Tälerbusses umgehen und Überschreitungen gestalten sich viel einfacher.

Lage

Lagekarte Bergsteigerdörfer in der Steirischen Krakau
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