












Der Hausberg von Obertilliach mit dem ungewöhnlichen Namen wartet mit einem prachtvollen Rundumblick auf den Bergwanderer. Von Obertilliach führen mehrere Varianten auf den Gipfel, mit dem Sessellift bis zur Connyalm (2.070 m) kann die Tour wesentlich verkürzt werden. Oberhalb des Ortes führt der Weg am Schlepplift vorbei und über den Rodarmbach gelangt man in den Wald. Dort leitet der Weg 47, der die Forststraße abkürzt, zum bewaldeten und mit Felsen durchsetzten Rücken des Gripp (1.951 m) hinauf. Weiter über diesen Rücken bis in einen Sattel, von dem man nach Osten zum Gipfel abzweigt (900 HM, 2,5 Stunden). Der Abstieg erfolgt zu einer Gruppe markanter Heuhütten hinunter, den so genannten „Kutteschupfen”. Von hier nun über den Weg 46 zurück nach Obertilliach.
Die Porzehütte ist ein wichtiger Stützpunkt für die Besteigung der mächtigen Porze. Direkt vom Ort führt ein Fahrweg hinein in das Tilliacher (Dorfer) Tal. Bis zum kühlblauen Klapfsee im Talschluss ist die Fahrt mit dem Pkw erlaubt, am Wochenende kann sogar bis zur Hütte gefahren werden. Am besten wandert man dann vom Parkplatz beim Klapfsee über den alten Hüttensteig steil hinauf zur Hütte. Weniger steil geht es auf dem Fahrweg zuerst am See entlang taleinwärts und dann in mehreren Kehren hinauf zur Hütte (450 HM, 1 Stunde).
Die Filmoor-Standschützenhütte ist ein beliebter bergsteigerischer Stützpunkt am Aufstieg zur Großen Kinigat. Es bieten sich folgende Zugangsmöglichkeiten an:
a) durch das Erschbaumertal:
Von Neuwinkl (Kartitsch) ostwärts bzw. vom Weiler Erschbaum oder Rauchenbach (Kartitsch) südostwärts durch das abwechslungsreiche Erschbaumertal, das von den mächtigen Massiven der Kleinen und Großen Kinigat überragt wird (Weg 465). Im Talschluss windet sich der alte Kriegssteig in angenehmen Serpentinen zur Tscharre-Alpe (Notunterstand) und zwischen Kinigat und Liköfelwand zum Hintersattel (2.406 m), wo schon die etwas tiefer liegende Schutzhütte grüßt (950 HM, 4 Stunden).
b) durch das Schöntal:
Ein besonders reizvoller Aufstieg zur Filmoor-Standschützenhütte führt durch das Schöntal (Weg 464). Wenig östlich der Wasserscheide am Kartitscher Sattel führt die Forststraße durch Wälder ins wildromantische Hochtal, wo ein Steig am Schöntalsee vorbei und über Bergwiesen zur Weitenalpe und auf die Almflächen der Filmoor führt. Nach einer weiteren leichten Stufe erreicht man die Schutzhütte (824 HM, 3,5 Stunden).
c) durch das Leitnertal:
Der dritte mögliche Anstieg führt durch das schöne Leitnertal, vorbei an Wasserfällen und Bergseen. Zufahrt von Leiten (Obertililach) in das Leitnertal bis zum Schranken bei der Tränkenbrücke (1.484 m) möglich. Parkmöglichkeiten bestehen unmittelbar vor und nach der Brücke. Auf dem Fahrweg (Weg 463) taleinwärts bis zur ersten Steilstufe. Vorbei an Wasserfällen geht es über die Steilstufe auf eine Hochfläche, die Stuckenböden, und weiter zum Unteren Stuckensee (1.928 m). Über feuchte Almwiesen geht es gemütlich hinauf zum Oberen Stuckensee (2.032 m), wo man auf den Karnischen Höhenweg trifft, der nach Osten zur Porzehütte führt. In südlicher Richtung gelangt man nun über den Höhenweg 403 am See vorbei und in einem großen Bogen mit einem erneuten steilen Aufschwung zur Filmoor-Standschützenhütte (900 Hm, 2,5 Stunden).