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22.02.17: Kein Betretungsverbot für Freizeitsportler und Erholungssuchende

Der Österreichische Alpenverein fordert ein Mitspracherecht bei der Ausweisung von Schutzgebieten und startet Petition für das Kärntner Eisklettermekka.

Link zur Petition ...

Verbotstafel

© ÖAV / Klaus Rüscher

Die Ausweisung eines Wildschutzgebietes im Maltatal hat der Tourismusregion schweren Schaden zugefügt. Im Bereich der Kesselwände, dem Herzstück des Eisklettersports, herrscht in den Wintermonaten ab sofort ein striktes Betretungsverbot. Der Alpenverein als größte Interessensvertretung der Bergsportler kämpft nun gegen eine gesetzliche Schieflage an: Die einseitige Auslegung des Jagdgesetzes, um Partikularinteressen durchzusetzen – zu Lasten von Freizeitsportlern und Erholungssuchenden. Der Bergsportverein kritisiert die fehlenden Partei- und Beschwerderechte bei der Ausweisung von Wildschutzgebieten und bündelt seinen Widerstand jetzt in einer Petition.

Stimmen:

Joachim Gfreiner, Vorsitzender des Kärntner Landesverbandes im Alpenverein:
“Was im benachbarten Seebachtal vor einem Jahr begonnen hat, passiert jetzt auch im Maltatal: Das Kärntner Jagdgesetz wird zunehmend instrumentalisiert, um unter dem Deckmantel des Wildschutzes Partikularinteressen durchzusetzen und Erholungssuchende aus den Naturräumen des Landes zu verbannen.
Wir unterstützen Ruhezonen, wenn sie wildökologisch sinnvoll sind, das ist auch unser Auftrag als Naturschutzorganisation. Voraussetzung ist aber, dass die betroffenen Interessensgruppen mit einbezogen und die Entscheidungen objektiv getroffen werden. Wir werden es nicht zulassen, dass das Gesetz dazu missbraucht wird, Sperren ‚auf Wunsch‘ durchzusetzen.”

Hans Jury von der lokalen Alpenvereinssektion Gmünd:
“Fakt ist, sowohl im Seebachtal als auch im Maltatal gibt es geeignetere Orte für ein Wildschutzgebiet. Dass die wildökologische Notwendigkeit genau dort bestehen soll, wo sich seit Jahren das Mekka der Eiskletterszene befindet, ist wirklich zu bezweifeln. Sogar die heimischen Jäger sprechen von einer Farce. Es ist offensichtlich, dass hier versucht wird, die Gruppe der Eiskletterer aus dem Gebiet zu verbannen – denn die hat genau in diesen unwirtlichen Gräben ihr Eldorado gefunden “

Klaus Rüscher, Bürgermeister der Gemeinde Malta:
“Es ist schon verwunderlich, dass der Besitzer von tausenden Hektar unberührter Waldfläche genau jene kleine Fläche als bevorzugtes Einstandsgebiet und Wildruhezone durchgeboxt hat, die für Freizeitsportler am attraktivsten ist und vom Wild aufgrund der exponierten Lage ohnehin gemieden wird. In Wahrheit sei der überhöhte Wildbestand längst kein Geheimnis mehr. Die Kärntner Jägerschaft hat versagt, und jetzt sollen plötzlich Erholungssuchende für die Versäumnisse verantwortlich gemacht werden.”

Klaus Rütscher befürchtet einen großen Imageschaden für das Bergsteigerdorf Malta und die aufstrebende Nationalparkgemeinde, deren Konzept auf einem naturnahen Freizeittourismus fußt. Ein Rückgang der Nächtigungszahlen sei bereits jetzt zu spüren, obwohl die Eiskletterverhältnisse ideal gewesen wären.

Ein Mitspracherecht haben Organisationen wie der Alpenverein bei der Ausweisung von Wildschutzgebieten derzeit nicht, lediglich ein Anhörungsrecht. “In der Praxis wird die Stellungnahme der Bergsport- und Naturschutzorganisationen oft nur schulterzuckend zur Kenntnis genommen. Kletterer, Wanderer und andere Erholungssuchende sind die Leidtragenden, bleiben aber vom Verfahren ausgeschlossen”, sagt Peter Kapelari vom Österreichischen Alpenverein.

Petition des ÖAV ...

Downloads:

pdfPresseaussendung des ÖAV "Maltatal: Kein Betretungsverbot für Freizeitsportler!"
pdfZusätzliche Informationen: Definition Wildschutzgebiet, Fakten zur Sperre, Bedeutung des Eisklettergebiets Maltatal für die Region ...

Lage

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