
Ein Klettersteig ist ein mit Eisenleitern, Eisenstiften, Klammern und Stahlseilen gesicherter Kletterweg am Fels. Aus den früheren Stahlseilabsicherung von Felspassagen bei Wanderwegen entwickelten sich mit der Zeit Klettersteige, die immer schwierigere Routen für Nicht-Kletterer begehbar machten.
Die zusätzlichen Eisentritte und Stahlseile in einen Klettersteig dienen einerseits der Fortbewegung, andererseits der Selbstsicherung mit einem sogenannten Klettersteigset.
Klettersteige sind auch unter der italienischen Bezeichnung Via Ferrata bekannt, was wörtlich Eisenweg bedeutet und den Charakter moderner Klettersteige sehr gut beschreibt.
Klettersteige Hüttschlager Wand
In unmittelbarere Nähe des Bergsteigerdorfes thront die imposante Hüttschlager Wand, durch die nun auch zwei Klettersteige führen.
Im Sommer 2009 wurde der schöne aber auch schwierige und anstrengende Kupfergeist-Klettersteig (D/E) an der steilen Felswand eröffnet. Mit Hilfe von nur 5 Eisenbügeln führt der Steig durch die mächtige Plattenwand. Viel Kraft und Ausdauer sind erforderlich, um sich über die leicht überhängende Plattenzone hinaufzuhanteln.
Für Einsteiger ist mit dem Gletschergoaßsteig auch ein kurzer und leichterer Übungsklettersteig (B) vorhanden. Dieser kann auch gut als Aufwärmrunde für den Kupfergeiststeig genutzt werden.
Der kurze Zustieg (ca. 20 Minuten) erfolgt direkt vom Bergsteigerdorf Hüttschlag.
Weißbach bei Lofer: Weisse Gams Klettersteig (D)
Schöner, neuer Klettersteig, der nur wenige Minuten vom Ort entfernt ist und in interessanter und abwechslungsreicher Routenführung 130 HM durch den stark bewaldeten Felsgürtel führt. Der Steig kann mit schönen Platten, längeren Quergängen, aber auch mit einer steilen und leicht überhängenden Passage aufwarten. Teilweise erdige Stellen.
Wer nach dem Klettersteig noch ausreichend Kraft in den Wadeln hat, kann eine Gipfeltour auf den Hochkranz anhängen. Ab dem Steigende sind über den versicherten Normalweg mit einzelnen B-Stellen noch etwa 1.100 HM zu bewältigen.
Bergsteigerdorf Weißbach bei Lofer
Klettersteige werden in fünf verschiedenen Schwierigkeitsstufen klassifiziert: Von A (wenig schwierig), über B (mäßig schwierig) bis hin zu E (extrem schwierig).
Die Beschreibung und Vorraussetzungen an Ihre körperliche Fitness können Sie folgendem PDF entnehmen:
Ausführliche Beschreibung der verschiedenen Schwierigkeitsstufen für Klettersteige inklusive der Anforderungen an Fitness und Ausrüstung ...

Klettersteig Schermberg (Foto: TVB Grünau im Almtal)
Wenig bis mäßig schwierige Klettersteige finden Sie Im Tiroler Gailtal mit dem Filmoor-Klettersteig und den Klettersteigen auf die Porze. Auch viele der Klettersteige auf das Raxplateau sind mit der Schwierigkeit B klassifiziert.
Ein sehr schöner und nicht allzu schwieriger Steig ist der Stuibenfall Klettersteig im Ötztal (Schwierigkeiten A bis C).
Eine große Bandbreite an Klettersteigen bietet das Bergsteigerdorf Mauthen: Mit einer mittleren Schwierigkeit (B/C) bietet beispielsweise der Cellostollen einen abwechslungsreichen Aufstieg zur Cellonschulter. Aber auch die Schwierigkeitsstufe E ist mit dem Weg der 26er vertreten. Für Kinder gibt es den abwechslungsreichen Klabautersteig.
Schwierig bis sehr schwierige Steige sind in Ginzling mit dem Naturpark-Klettersteig Nasenwand, im Lesachtal (Hohe Warte und Cellon), in Lunz am See (Mendlingstein und Heli-Kraft-Klettersteig) und im Almtal mit dem Bert Rinesch- und dem Schermberg-Klettersteig.
Klettersteige mit der Schwierigkeitsklasse E (extrem schwierig) befinden sich in Malta und Mallnitz mit dem Klettersteig Säuleck und dem Fallbach-Klettersteig.
Richtiges Verhalten in den Bergen (Pdf, 225 Kb)

Schwierigkeitsskala (Pdf, 61 Kb)