












Im Zuge einer Umweltbaustelle des Alpenvereins haben acht Freiwillige den beliebten Wanderweg von der steirischen Krakau zur Grazer Hütte saniert. In einer Woche wurden Drainagen verlegt, eine Hangbrücke gebaut, abgemorschte Holzsteige abgerissen und andere Arbeiten erledigt um ein sicheres Wandern auf den Preber zu ermöglichen. Wandertouren, Schwammerl suchen oder Kartenspiele hielten die ehrenamtlich Arbeitenden auch nach getaner Arbeit bei Laune.
Auch heuer wieder werden vom Alpenverein in ganz Österreich Umweltbaustellen organisiert, die in vielerlei Hinsicht eine Verbesserung des Lebensraums im Alpenraum erreichen sollen. Verwirklicht werden diese Projekte durch die freiwillige Mitarbeit vieler engagierter, junger Menschen die sich eine oder mehrere Wochen Zeit nehmen um aktiv den Naturraum zu erhalten, zu verbessern und für den naturliebenden Menschen zugänglich zu machen. Von 08. bis 14. August fand die Umweltbaustelle „Wegsanierung Grazer Hütte“ der Alpenvereinssektion Graz unter Leitung von Hartmut Heidinger statt. Neben Heidinger meldeten sich noch sechs junge Männer und eine Frau zur ehrenamtlichen Arbeit.
Der Wanderweg von der steirischen Krakau im Bezirk Murau zur Grazer Hütte geht durch teils sumpfiges Gelände. Ein hölzerner Steig war komplett durchmorscht. Bei feuchtem Wetter wurden die Bretter so rutschig, dass die Wandertour schnell zur gefährlichen Rutschpartie geriet. Also riss die Alpenvereinsjugend den alten Holzsteig ab und verlegte den neuen Weg mittels einer Hangbrücke bestehend aus einem Baumstamm und massiven Steinen ein paar Meter tiefer ins Trockene. Damit der Sumpf nicht einfach nachkommt und auch den neuen Weg befällt, wurden Drainageleitungen verlegt. Mit Schaufeln, Spaten und Wegmacherhaue bewaffnet ging es daran einen Graben in die matschige Erde zu schaufeln. Dementsprechend sah die Gruppe nach der Arbeit aus. Da wäre eine ausgiebige Dusche angenehm. Gibt es auf der Grazer Hütte, wo die Runde untergebracht war und von Hüttenwirt Christian Dengg köstlich bekocht wurde, aber nicht. Ebenso wenig wie Warmwasser. Ein Wasserschlauch vor dem Haus tat es aber auch.
Insgesamt verbrachten die acht fleißigen Helfer 150 Arbeitsstunden damit, den alten, gefährlichen Weg einzureißen, den neuen, sicheren Weg zu verlegen, sowie 5 Stufen und einen Zaundurchgang zu bauen.
Am zweiten Tag war ORF Steiermark zu Gast und berichtete über die Umweltbaustelle. Gerne wiederholten alle ihre Tätigkeiten zwei, drei, viermal für die Kamera bis das perfekte Bild im Kasten war.
Da jeder kräftig mit anpackte und in der Vorbereitung bereits alles perfekt organisiert wurde, konnten die Arbeiten schon nach drei Tagen fertiggestellt werden. So blieb auch noch genügend Freizeit, die mit Schwammerl suchen, einer ausgiebigen Wandertour auf den Preber, sowie jeder Menge Kartenspiele am verregneten Freitag gefüllt wurde. Das ebenfalls geplante Spiegelschießen am Schattensee fiel leider aus, da das Schießen gerade in dieser Woche untersagt war. Aus der Not wurde aber sogleich eine Tugend gemacht. So vereinbarte die Runde, die sich die gesamte Woche lang bestens verstand, sich Anfang September erneut zu treffen und das verpasste Ereignis nachzuholen.