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Blick vom Scheiblingstein auf Lunz am See

Lunz am See
wo die Ois zur Ybbs mutiert

Blick vom Scheiblingstein auf Lunz am SeeDer Lunzer See mit Schwan © Martin PlodererWanderung rund um Lunz © Martin PlodererGipfelkreuz im Abendlicht © Martin PlodererDer Lunzer See © Martin PlodererRast unterm Überhang © Martin PlodererBlick vom Scheiblingstein Richtung Dürrenstein © Martin PlodererAussichtsreiche Bergtour © Martin PlodererBlick vom Dürrenstein auf den Obersee und Scheiblingstein © Heinz HuberLunz bietet wunderbare Schitourenberge © Heinz HuberSchitour in der Umgebung von Lunz © Martin PlodererHerbststimmung beim alten Sägewerk © Roland Kals
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Bergtouren rund um Lunz

Durch den Lechnergraben zur Ybbstaler Hütte (1.344 m)

Vom Parkplatz bei der Töpperbrücke im Ortsteil Kasten entlang der Straße talauswärts bis zur beschilderten Abzweigung eines Weges, der zu Bauernhöfen führt. Im breiten Talboden des Lechnergrabens auf schmalem Steig zum Waldrand, wo sich das Tal stark verengt. Gleich hinter dem ersten Waldstück auf einem Forstweg in einen wildbachartigen Graben und das Geröllbett mehrmals querend (an einer Stelle Seilsicherung!) vorbei an kleinen Wasserfällen in den hintersten Grabenwinkel. Nun sehr steil mit kleinen Kehren rechts über einen schütter bewaldeten Hang hinauf und nach Querung eines Bächleins links hinaus auf die kleine Verebnung der „Nos“, eine klimatisch bevorzugte „Wärmeinsel“ mit interessanter Vegetation. Danach wieder steil mit Kehren rechts haltend durch einen Kalk-Block-Fichtenwald hinauf zur „Finstergstaud“, einer fast ebenen alten Schlagfläche. Die senkrechten Felswände der „Sonnwendmauer“ links liegen lassend, windet sich der Steig über Geröllfelder sehr steil zu einer Felsbank hinauf und quert oberhalb durch Wald schräg hinaus zum Ausstieg aus dem großartigen Felskessel beim einstigen „Almgatterl“ (1.320 m). Jenseits des schwach aus- geprägten Bergsattels liegt in der riesigen Karstmulde des „Grünlochs“ der Kältepol Mitteleuropas. Hier wurden im Februar 1932 – 52,6°C gemessen. Der Steig wendet sich nun scharf nach links und erreicht nach Überquerung des Lechner- oder Grünlochsattels und kurzem Anstieg durch eine mäßig steile Mulde die Ybbstaler Hütte auf den ausgedehnten Wiesenflächen der Wiesenalm. 880 HM, 3 Stunden.

Von der Haltestelle Stiegengraben zur Ybbstaler Hütte (1.344 m)

Der Stiegengraben ist eigentlich eine enge Felsschlucht, die steil nach Norden in das Gebiet des Schöfftaler Waldberges hinauf zieht und wegen ihrer Wasserfälle so wie der interessanten Felskulisse einen speziellen Reiz besitzt. Schnellster, aber dafür steilster Anstieg zur Ybbstaler Hütte.
Bei der Haltestelle Stiegengraben beginnt gleich gegenüber der Ybbsbrücke ein Karrenweg, der oberhalb von Bauernhöfen im Wald zu einer Forststraße führt, die in den hinteren Talkessel des Hagenbaches leitet. Von dort sehr steil mit kleinen Kehren über einen Hang seitlich des ungemein wilden Höllgrabens meist durch Wald zum “Höllgrabenbründl”. Nach dem Passieren zweier Stellen mit Tiefblicken in die “Höll” quert man unterhalb von Felswänden nach rechts zu einem engen Taltrog, durch den man über ein steiles Schuttfeld bis zu einer Windwurfzone aufsteigt. Zuletzt auf ebenem Weg hinaus zu den Wiesen bei der Ybbstaler Hütte. 800 HM, 2,5 Stunden.

Von der Ybbstaler Hütte auf den Noten (1.640 m)

Der Hausberg südlich der Hütte kann in einer Stunde unschwierig bestiegen werden. Von der Hütte führt ein Steig durch Windwurfzonen und über Almwiesen sanft nach Süden, umgeht den nach Norden abfallenden Steilhang nach rechts und erreicht nach kurzem Steilanstieg die flache Wiesenmulde des “Notenbodens”. Aus diesem entweder nach links zum Marterl auf den Nordgipfel oder mit wenigen Schritten nach rechts zum Gipfelkreuz. 300 HM, 1 Stunde.

Von der Ybbstalerhütte auf den Dürrenstein (1.878 m)

Von der Hütte in südöstlicher Richtung durch ein sanft ansteigendes, schütter bewaldetes Karsttrockental, vorbei an mehreren Kartsmulden und Dolinen, zuletzt steil ansteigend zur ehemaligen Legsteinalm (Bergrettungshütte) und knapp oberhalb zum “Jungfaruenbründl” bei der Legstein-Jagdhütte. Der steinige Weh führt zwischen Latschen über das stark verkarstete Gebiet der “Kammern” durch Karstgassen und neben Karrenfedern hinauf zu einem welligen Hochplateau. Über diese erreicht man vorbei an der ebenen Bergwiese des “Eisenstattbodens” den vom Vorgipfel (Kl. Dürrenstein) herabstreichenden Westkamm des Berges. Nun entweder weglos direkt entlang des teils felsigen Kammes über den Vorgipfel zum Gipfel, oder auf dem bezeichneten Weg nach waagrechter Querung der steil zum “Lueg” abbrechenden Nordflanke nach Osten zu lachen Karstmulden und mäßig steil über begraste Schrofen von Norden auf den Gipfel. 550 HM, 2 Stunden.

Vom Lunzer See auf den Dürrenstein (1.878 m)

Vom Schloss Seehof führt eine Forststraße durch das wildromantische “Seetal” vorbei am Mittersee hinauf zum Obersee. Zunächst fast eben durch lichten Mischwald in den ebenen Talkessel der „Lend“, und nach Abkürzung einer Straßenkehre mäßig steil zum kleinen Mittersee. Die Landschaft wird im Osten von den schroffen Felswänden der „Hackermäuer“ und im Westen von den „Seemäuern“ und dem „Höherstein“ geprägt. Danach beginnt die Straße stärker zu steigen und erreicht nach der Engstelle der „Klause“ den ebenfalls von Felswänden begrenzten „Ellenboden“. Hier stürzt in der Südostecke der „Ludwigsfall“ über eine ca. 50 m hohe senkrechte Wand. Die Straße windet sich steil mit Kehren neben dem Wasserfall zur darüberliegenden Talmulde hinauf und passiert knapp vor dem Obersee die interessanten Karsterscheinungen des „Brüllenden Stiers“ (unterirdischer Wasserfall) und der „Rainerquelle“ (=Karstquelle in einer Doline mit anschließendem Ponor). Von der Straße führt ein schmaler Steig mit wenigen Schritten zum Ufer des märchenhaft schön gelegenen Obersees, in dessen Mitte eine baumbestandene Insel aufragt (500 HM, 2,5 Stunden).
Noch vor dem See zweigt nach links ein bez. Steig ab, der mit zahlreichen Kehren den sehr steilen, teils schütter bewaldeten Hang (Windwurfgebiet!) überwindet und über erdige und felsige Stellen den Gratrücken oberhalb der „Jägermauer“ beim „Lehardikreuz“ (1.406 m) erreicht. Jenseits könnte über Almwiesen mit kurzem Abstieg die im Sommer bewirtschaftete „Herrenalm“ erreicht werden. Der Weg zum Gipfel wendet sich jedoch vom Kreuz gleich nach Süden, überquert ebene Wiesenböden und umgeht die ersten Erhebungen des „Glatzings“ schräg nach rechts ansteigend. Weiter oben folgt man Latschengassen über einen kurzen Steilhang hinweg, passiert die riesige Schachtdoline des „Großen Schneelochs“ an der rechten Seite und erreicht schließlich gemeinsam mit dem zuvor beschriebenen Anstieg das Gipfelkreuz des Dürrensteins. 770 HM, 3 Stunden; insgesamt 1270 HM, 5 bis 6 Stunden. In Verbindung mit den bereits beschriebenen Touren Möglichkeiten zu sehr lohnenden Rundwanderungen mit Nächtigungsmöglichkeit auf der Ybbstaler Hütte.

"Ötscher-Bärentrail"

Der Ötscher-Bärentrail ist eine abwechslungstreiche Mehrtagestour durch den Naturpark Ötscher-Tormäuer sowie durch das Wildnisgebiet Dürrenstein.
Die 7-Tageswanderung beginnt in Lunz am Mariazellerweg, führt zur Ötscher-Tropfsteinhöhle, über den Trefflingfall, der Erlauf folgend weiter über Bärenlacken und den Rauhen Kamm auf den Ötscher Gipfel. Nach Übernachtung auf dem Ötscherschutzhaus folgt der Abstieg über den Riffelsattel in die beeindruckenden Ötschergräben. Von Wienerbruck mit der Mariazellerbahn bis Mitterbach und Anstieg auf das Terzerhaus. Über die Brachalm und die Feldwiesalm zur Weggabelung Kleiner Ötscher-Riffelsattel und wieder zum Ötscherschutzhaus. Vom Gipfel des Kleinen Ötschers geht es über die Ötscherböden hinunter nach Langau. Über Taglesgraben erreicht man die Herrenalm. Weiter in das Wildnisgebiet Dürrenstein und zum Gipfel des Dürrensteins. Nach einer letzten Übernachtung auf der Ybbstaler Hütte, geht es durch den Lechnergraben wieder zurück nach Lunz am See. (Der Ötscher- Bärentrail wurde von Helfried Schadauer, Hüttenwirt des Ötscherschutzhauses, zusammengestellt.)

Alpintour Hochkar-Dürrenstein-Ötscher

Sehr anspruchsvolle, landschaftlich besonders reizvolle Tour vom Skigebiet Hochkar zum Dürrensteingipfel, die teilweise das Wildnisgebiet Dürrenstein durchquert. Abstieg nach Lunz am See oder zur Ybbstaler Hütte auf vorhin beschriebenen Routen. Das teils felsige Gelände erfordert besondere Trittsicherheit. Es wird fast durchgehend die Schneide des Verbindungskammes begangen. Ein Abweichen vom Kamm kann in sehr gefährliches Gelände führen. Unterwegs kein Stützpunkt und keine Wasserstelle.
Der Ausgangspunkt wird von Lunz am See mit dem eigenen Auto oder mit dem Taxi über Göstling nach Lassing und schließlich über eine Mautstraße erreicht (insgesamt ca. 28 km).

Lage

Lagekarte Bergsteigerdorf Lunz am See
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