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Blick hinunter nach Ginzling © Andreas Kitschmer

Ginzling
am Anfang war das Bergsteigen

Blick hinunter nach Ginzling © Andreas KitschmerDer Schlegeisstausee © Andreas KitschmerDas Naturparkhaus in Ginzling © Birgit KröllAnstieg zur Olpererhütte © Christina SchwannDie neue Olpererhütte © Archiv Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler AlpenDer Hochferner © Archiv Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler AlpenBlick auf Hornkees und Waxeggkees © Archiv Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler AlpenDer neue Naturpark-Klettersteig in Ginzling © Archiv Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler AlpenBeschilderung am Berliner Höhenweg © Archiv Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler AlpenBerliner Höhenweg © Archiv Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler AlpenDas Furtschaglhaus mit dem Hochfeiler © Andreas KitschmerBlick Richtung Zemmgrund © Andreas Kitschmer
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Große und bekannte Alpinisten standen am Anfang des Bergsteigens, Alpinismus und Alpintourismus im hintersten Zillertal. Ferdinand Löwl zum Beispiel: er leistete einen wesentlichen Beitrag für den Aufschwung, vor allem für den Tourismus. So ist es dem späteren Professor der Geographie an der Universität Czernowitz zu verdanken, dass der Prager Apothekersohn Johann Stüdl, und damit die Sektion Prag des Alpenvereins, eine rege Geschäftstätigkeit in den Zillertaler Alpen entfaltete. Er organisierte das Führerwesen und machte sich bei der Einführung einer Wege- und Hüttenbauordnung verdient.

Die Brüder Emil und Otto Zsigmondy schrieben im Zillertal Alpingeschichte. 1879 eroberten sie als Erstbesteiger den lange für unbezwingbar gehaltenen Feldkopf, das “Matterhorn des Zillertales”. Zum Gedenken an Emil Zsigmondy wurde der Feldkopf in Zsigmondy-Spitze umbenannt.

Heute gehört die Zillertaler Alpinszene dem Extrembergsteiger Peter Habeler und einem der weltbesten Freikletterer, dem 1968 im Bergsteigerdorf Ginzling geborenen Gerhard Hörhager. Die “Ewigen Jagdgründe”, das von ihm ins Leben gerufene Paradies für Sportkletterer, tragen seine Handschrift. Zahlreiche Routen bis zum X. Schwierigkeitsgrad wurden von ihm dort bestiegen. Er ist die Leitfigur in der Sportkletterszene des hinteren Zillertals.

Es ist aber doch interessant, dass die zu den Gemeinden Finkenberg und Mayrhofen gehörende Fraktion Ginzling in die Kategorie der Bergsteigerdörfer eingereiht werden will. Der heute rund 400 Gemeindebürger erfassende Ort inmitten der Zillertaler Alpen kehrt so zu seinen Wurzeln zurück. Die Nutzung zahlreicher Gletscherwässer in den Zillertaler Alpen hat trotz der damit verbundenen Errichtung von Stauseen und Ausflugsstraßen zum Schlegeisspeicher, Speicher Stillupp nicht den erwünschten, anhaltenden Erfolg im Tourismusbereich gebracht.

Im Jahre 1991 hat die Tiroler Landesregierung auf Initiative des Österreichischen Alpenvereins den Zillertaler Hauptkamm als Ruhegebiet nach dem Tiroler Naturschutzgesetz ausgewiesen. Seit Beginn des neuen Jahrtausends wurde das Ruhegebiet von der Tiroler Landesregierung zum “Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen – Ruhegebiet seit 1991” umbenannt. Ein besonderes Ziel aller beteiligten Naturpark-Trägerorganisationen besteht nun darin, dem Bergsteigerdorf Ginzling inmitten der Zillertaler Alpen eine zukunftsfähige Langzeitperspektive zu geben.

Es sind viele kleine Schritte, die heute notwendig sind, um diese kleinen, feinen Orte der Bergwelt im Schatten der großen Tourismusdestinationen zu unterstützen. Es muss unser aller Interesse sein, gerade diese Kernbereiche des Alpintourismus aufzusuchen und sie damit in ihrer Existenz zu festigen. Ginzling und der Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen verdienen das mit Sicherheit.

Lage

Lagekarte Bergsteigerdorf Ginzling Zillertaler Alpen

Buchung und Information

Zu den Bergsteigerdorf-PartnerbetriebenTourismusverband Mayrhofen-Ginzling

TIPP:
Steinmbockmarsch und Ginzlinger Wandertag am 28. August 2010

Nähere Informationen zum Steinbockmarsch und zum Ginzlinger Wandertag

Alpingeschichte kurz und bündig - Ginzling im Zillertal

Alpingeschichte kurz und bündig - Ginzling im Zillertal

Naturpark-, Alpin- und Bergsteigerbibliothek im Naturparkzentrum

Naturparkbibliothek Ginzling
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