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Die Oberstalleralm in Innervillgraten © Josef Schett

Villgratental
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Die Oberstalleralm in Innervillgraten © Josef SchettDer Gannerhof in Innvervillgraten © Josef SchettDie Kamelisenalm im Winter © Josef SchettDer Schwarzsee © Josef SchettDer Gannerhof bietet regionale Delikatessen © Josef SchettHerbstliches Villgratental © Josef SchettMountainbiker auf der Oberstalleralm © Josef SchettDie Hänge des Villgratentales eignen sich sehr gut für Skitouren © Josef SchettKäse aus eigener Produktion © Josef SchettWinterlilche Berglandschaft © Josef SchettDie Schafzucht in Innervillgraten hat wieder an Bedeutung gewonnen © Josef SchettHeuernte im Villgratental © Josef Schett
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Wanderungen und Bergtouren im Villgratental

Der Bonner Höhenweg

Der Bonner Höhenweg verbindet Osttirol mit Südtirol. Der alte Alpenvereinsweg des DeOeAV führte von Toblach nach Innervillgraten und St. Jakob im Defereggental. Er wurde um die vorletzte Jahrhundertwende angelegt. Durch die Grenzziehung 1919, die Südtirol von Österreich abtrennte, rückte er an die Trennlinie zweier Staaten. Als „Tiroler Jubiläumsweg 1809 – 1984“ hat er grenzverbindend neuen Sinn erhalten. Der Höhenweg verläuft im Villgrater Abschnitt vom Thurntaler (2.497 m) über die Hochrast (2.436 m), den Gumriaul (2.526 m), das Marchkinkele (2.545 m), das Toblacher Pfannhorn (2.663 m), das Kalksteiner-Jöchl (2.326 m) und das Heimwaldjöchl (2.644 m) zum Schwarzsee (2.455 m) und zur Unter – oder Oberstalleralm (1.883 m).

Von der Volkzeiner Hütte (1.886 m) auf die Hochgrabe (2.951 m)

Von der Volkzeiner Hütte im Winkeltal auf dem Forstweg NW-wärts, nach wenigen Minuten links abzweigen und auf einem Steig über eine Steilstufe. Bei der Wegkreuzung scharf nach Süden abbiegen und in mäßiger Steigung zum Goldtrögele und weiter auf den Nordostrücken, über den man in wenigen Minuten den Gipfel der Hochgrabe (2.951m) erreicht (1.100 HM, 3 Stunden). Vorsicht, im Frühsommer noch häufig Schneefelder!

Von der Volkzeiner Hütte auf die Hochalmspitze (2.797 m)

Besonders schöne Wanderung mit herrlicher Aussicht auf die Hohen Tauern. Von der Hütte geht es über steile Grashänge in nordwestlicher Richtung vorbei an der Volkzeiner Alm. Weiter auf dem Weg zum Gsaritzer Törl, bei der Weggabelung dann nach Osten flach hinüber zur Leisacher Alm. Über Almwiesen geht es nach Norden hinauf zum Kleinitzer Törl (2.614 m) und über den felsigen, aber unschwierigen West-Grat auf die Hochalmspitze (950 HM, 2-3 Stunden).
Der Abstieg erfolgt ebenfalls über die Leisacher Alm. Für Geübte bietet sich vom Kleinitzer Törl noch die Besteigung der Hochwand (2.730 m) und der Übergang zum Gsaritzer Törl (2.581 m) an. Von dort geht es über die verfallene Walderalm zurück zur Volkzeiner Hütte.

Gölbner (2.943 m)

Eine schöne und ruhige Tour führt aus dem Winkeltal auf den Gölbner. Kurz vor der Niederbruggeralm (1.600 m) zweigt nach Osten der Weg ab, über den man steil hinauf durch den Wald zur Straßalm (1.987 m) gelangt. Dem Steig folgend geht es von der Alm ein kurzes Stück durch lichte Wälder hinüber zum Gölbnerboden. Zunehmend über Schuttgelände geht es auf die Flanke des Gölbners zu, bevor der Steig in einem Rechtsbogen auf einen flachen Absatz in der Nordwestflanke führt. Von hier unschwierig über Schutt- und Schrofengelände auf den Gipfel (1.400 HM, 4 Stunden). Für den Abstieg bietet sich als Variante zum Aufstieg der Weg über die Tilliachalm zurück ins Winkeltal an.

Weiße Spitze (2.962 m)

Sehr schöne Tour auf den höchsten Gipfel der Villgrater Berge. Trittsicher-heit und Schwindelfreiheit sind am steilen, ausgesetzten Südgrat notwendig, dort sind auch einzelne leichte Kletterstellen (I-) zu überwinden.
Ausgehend von der Unterstalleralm (1.673 m) wandert man der schmalen Straße entlang hinauf zur Oberstalleralm (1.864 m). Über sanfte Almwiesen gelangt man nach wenigen hundert Metern zur Weggabelung, an der ein Steig steil nach Norden abzweigt (Weg Nr. 17). Durch lichten Wald und über Almwiesen geht es anhaltend steil bergauf in ein Kar und über dieses hinauf zur Schlötter Lenke (2.725 m), dem Sattel zwischen Roter und Weißer Spitze. Nun weiter zum Grat und den Wegspuren folgend über felsiges Gelände zum Vorgipfel. Von dort auf der Schneide des immer schmaler werdenden Grates hinauf zum Gipfel (1.300 HM, 4-5 Stunden).
Der Abstieg erfolgt entweder auf dem selben Weg wie der Aufstieg oder weglos über den Kamm zur Roten Spitze (3,5 Stunden).

Rote Spitze (2.956 m)

Von der Oberstaller Alm gelangt man auch direkt über den Weg Nr. 16 auf die Rote Spitze. Von der Alm geht es zuerst kurz durch den Wald und später steil über Almwiesen. Am Kamm angelangt, zweigt man östlich ab und gelangt über Blockwerk auf einen Grat. Über diesen geht es etwas ausgesetzt in ein Schartl, das jedoch mit Drahtseilen versichert ist. Von dort in leichter Kletterei auf den Gipfel (1.300 HM, 4-5 Stunden).
Die Gipfeltour kann auch über wegloses Gelände bis zur Weißen Spitze fortgesetzt werden (siehe oben).

Von Kalkstein auf das Toblacher Pfannhorn (2.663 m)

Ausgangspunkt für die sehr schöne und stille Wanderung auf das Toblacher Pfannhorn ist der Wallfahrtsort Kalkstein. Zuerst geht es leicht ansteigend auf einer Schotterstraße zur Alfenalm und weiter hinauf zur Ruschletalm (1.915 m). Weiter auf einem unschwierigen Fußweg in den Talschluss und über die blumenreichen Hänge der Alfneralm. Dann in westlicher Richtung steil hinauf zum Pfanntörl (2.508 m). Über den felsigen, aber unschwierigen Nordwest-Grat geht es zum großen Gipfelkreuz des Toblacher Pfannhorns, von dem sich tolle Ausblicke unter anderem auch auf die Sextener Dolomiten eröffnen (1.000 HM, 2-3 Stunden).

Vom Toblacher Pfannhorn (2.663 m) zum Marchginggele (2.545 m)

Ausgehend vom Toblacher Pfannhorn lohnt sich die Höhenwanderung hinüber zum Marchginggele (2.545 m) und wieder hinunter nach Kalk-stein. Auf dem Bonner Höhenweg wandert man am Kamm hinüber zum Ternegg (2.422 m), weiter zum Blankenstein (2.483 m) und schließlich leicht ansteigend auf den Gipfel des Marchginggele (2.545 m). Der Abstieg führt oberhalb der Marchenswand in nordöstlicher Richtung zur Weg-gabelung, dem Weg folgend gelangt man entlang des Marchenbaches zurück nach Kalkstein.

Lage

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