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Das idyllische Ortszentrum von Vent © Bernd Ritschel, Ötztal Tourismus

Vent im Ötztal
Ein Klassiker unter den Bergsteigerdörfern

Das idyllische Ortszentrum von Vent © Bernd Ritschel, Ötztal TourismusBergtour in den Ötztaler Alpen © Bernd Ritschel, Ötztal TourismusBlick auf den Niederjochferner © Christina Schwann, OeAVGute Stimmung auf der Breslauer Hütte © G. MangoldPanoramablick auf Vent © Christina Schwann, OeAVWasserfall am Panoramaweg nach Vent © Christina Schwann, OeAVDer Hohle Stein bei Vent © Christina Schwann, OeAVBlick auf den Schalfkogel © Christina Schwann, OeAVHütte unterhalb des Hochjochhospiz im Rofental © Christina Schwann, OeAVHaflinger im Rofental © Christina Schwann, OeAVVent im Winter © Bernd Ritschel, Ötztal TourismusHochtour am Rofenkar © Bernd Ritschel, Ötztal Tourismus
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Welch ein Unterschied! Kaum hat man eines der alpinen (Ballermann-) Zentren, nämlich Sölden im Ötztal, durchfahren, kommt man in das Venter Tal mit der von 158 Seelen bewohnten Ortschaft Vent.
Ein Klassiker unter den alpinen Bergsteigerdörfern mit langer Tradition, mit Alpingeschichte und Alpenvereinsbezug. Ein Ausgangspunkt zahlreicher alpiner Klassiker wie Wildspitze, Similaun, Weißkugel und vielen mehr und ein Ort im Konflikt zwischen Erschließungsvorhaben und Bewahren.

Hier zog der Geistliche Franz Senn am 28. September 1860 als Kurat in das 1.900 m hoch gelegene Hundertfünfzig-Seelen-Bergdorf ein. Von hier aus betrieb er sowohl sein Tourismuskonzept für die dahindarbende Bevölkerung als auch die Gründung des Deutschen Alpenvereins.
Senns Tourismuskonzept ging von der Prämisse aus: Der Berg ist in seiner Schönheit und Erlebnisvielfalt nicht Besitz Einzelner, sondern gehört allen, die sich von ihm beschenken lassen. Die im Gebirge lebende Bevölkerung soll den Berg zugänglicher machen, die anreisenden Gäste in Quartier nehmen, sie versorgen, beraten, mit Trägerdiensten unterstützen und nach ihren Wünschen auf Übergängen und bei Gipfelersteigungen führen. Als Gegenleistung bezahlten die Gäste aus der Stadt die Dienstleistungen mit barem Geld, sichern damit die dörfliche Existenz und vermitteln auch Bildung und mehr Weltoffenheit.

Dieses Grundkonzept führte auch zur Gründung des Deutschen Alpen-vereins, zu den Sektionen des Alpenvereins mit den Schutzhütten und der streng festgelegten Arbeitsgebietebetreuung. Der aufkeimende Alpinismus und Alpintourismus brachte ersten Wohlstand in die alpinen Seitentäler, – auch nach Vent. 120 Jahre nach dem Einzug von Pfarrer Franz Senn in Vent, nämlich am 12. Juli 1980, ließ Vent erneut aufhorchen. Während viele andere hochgelegene Alpenorte schon längst im großtechnischen Massentourismus aufgegangen waren entschieden sich die Venter bewusst gegen diesen Weg.

Entgegengesetzt zu vielen anderen alpinen Bergdörfern haben sich die Übernachtungen im Sommerhalbjahr nahezu konstant gehalten, was vorerst für die von den Tourismusverantwortlichen gewählte Strategie spricht. Dieses Niveau gilt es jedoch auch in der Zukunft zu halten. Franz Senn hat im 19. Jahrhundert die Hardware für den Alpinismus in den Bergtälern Tirols kreiert und geschaffen. Für die Software-Spezialisten des 21. Jahrhunderts gilt es nun, das Erfolgsrezept Senns zu veredeln und durch neue Ideen weiterzuentwickeln.

Lage

Lagekarte Bergsteigerdorf Vent im Ötztal

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TIPP:
ARTeVENT vom 3. bis 22. August 2010

ARTeVENT 2010
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