Die Oberstalleralm in Innervillgraten

Villgratental
…ein Hochbelvedere ersten Ranges

Die Oberstalleralm in InnervillgratenAlte Bauernhäuser und die bergbäuerliche Kulturlandschaft prägen das Bild des Villgratentales. Die Kamelisenalm im WinterDer SchwarzseeDas Villgratental bietet regionale Delikatessen auf sehr hohem Niveau. Herbstliches VillgratentalMountainbiker auf der OberstalleralmDie Hänge des Villgratentales eignen sich sehr gut für SkitourenIdyllisches, ruhiges InnervillgratenSonnenuntergang am GabesittenAufbruch zur Herz-Ass-Runde in AußervillgratenHeuernte im Villgratental

Das Villgratental
…ein Hochbelvedere ersten Ranges

Das Villgratental bei Sillian mit den Gemeinden Außervillgraten (1.287 m) und Innervillgraten (1.402 m) ist ein nach wie vor bergbäuerlich geprägtes alpines Hochtal. Das Seitental des Osttiroler Pustertals mit vielfach noch von Hand bearbeiteten steilen Hängen und traditionsreicher Holzhausarchitektur zählt zu den ursprünglichsten Natur- und Kulturlandschaften in den Alpen.

Der Villgrater Weg
Die bergbäuerliche Landwirtschaft behauptet selbstbewusst ihren Platz in einem Konzept, das dem Massentourismus den Rücken zukehrt. „Ruhig bleiben“, steht im Leitbild des Tales: Was in der Vermarktung Gefahr läuft, kitschig zu wirken, wurde zur nachhaltigen touristischen und ökonomischen Leitlinie. Im Villgratental gibt es keine Skischaukel, und kein Quartier mit mehr als 50 Betten. Die Abgrenzung gegenüber Trends, die auf skitechnische Erschließung und Hotelkomplexe kapitalstarker Investoren setzen, ist vor allem ein Versuch, auch dank mittelständischer Gewerbe- und Handwerksbetrieben, etwa in der Holzverarbeitung und mit bäuerlichen Produkten die Wertschöpfung im Tal mit seinen rund 2000 Bewohnern zu sichern. Die „kraftwerkevillgraten.at“ bieten eine originelle Plattform für die international gefragten Villgrater Schafwollprodukte, innovative Schmiedekunst, die gehobene Gastronomie, einem autochtonen Modelabel.
Die Villgrater und Villgraterinnen bemühen sich, findig und zäh ein Zweckbündnis mit der Natur einzugehen, engagiert unterstützt vom Alpenverein Sillian. Die Herausforderung, die bergbäuerliche Landwirtschaft mit dem Fremdenverkehr und auch dem Naturschutz weitgehend in Einklang zu bringen, dieser Villgrater Weg ist prädestiniert für ein „Bergsteigerdorf“.

Die Villgrater Berge: „Ein Hochbelvedere ersten Ranges“
Die Villgrater Berge gelten seit ihrer alpinpublizistischen Entdeckung um 1900 durch Staralpinisten wie Ludwig Purtscheller oder John Ball, den ersten Präsidenten des britischen Alpine Club, als ideale Aussichtsplattformen für den Rundblick auf die Dolomiten im Süden und die Venedigergruppe wie den Großglockner im Norden. Purtscheller schrieb von einem „Hochbelvedere ersten Ranges“: Die Einschätzung gilt bis heute.
Das gesamte Villgratental kann neuerdings auf einer mehrtägigen Route umrundet werden. Diese Herz-Ass-Tour, die nach der Herzform des Weges benannt ist, gibt es als durchgehend beschilderte Wanderung. Auf den insgesamt 4.500 Höhenmetern und 100 Kilometern Weglänge sind rund 50 namhafte Gipfel und ungezählte namenlose Spitzen und Höhen zum Greifen nahe. Die hochalpine Umrundung Villgratens gelang erstmals 1988 den erfahrenen Alpinisten Norbert Mariacher und Konrad Hofmann.
Zu den zahlreichen lohnenden Tagestouren zählen die auch kulturgeschichtlich interessanten Wanderungen „Über die Jöcher“ ins Südtiroler Gsiesertal. Die auf den Bergkämmen Ende des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren gezogene Staatsgrenze hat auch Villgraten geprägt. Über die Verbindungen zwischen den Nachbartälern informieren drei Themenwege zu „Bewirtschaftung“, „Brauchtum“ und der Tradition des Schmuggelns.

Almdörfer: Attraktive Hütten-Ensembles als Urlaubsdomizil
Die höchsten Höfe liegen hier höher als Almen, auf 1.730 Metern. Auf über 2.000 Metern wird bewirtschaftet. Charakteristisch für Villgraten sind die Almdörfer. Diese Hütten-Ensembles entstanden für die Viehhaltung im Sommer, als die Bauern mit Familie die Jahreszeit bei den Tieren auf der Alm verbrachten. Daher gleichen die Almhütten („Kasern“) kleinen Bauernhäusern, mit Wohnraum und Stall. Heute, seit die auch entlegeneren Almen gut erreichbar sind, haben die Hütten der Oberstaller-, Alfen-, Kamelisen- oder Brantlalm wie auch Hütten im verstreuten Almgebiet des Winkeltales oder am Thurntaler eine neue Funktion: als begehrte Unterkünfte für Urlauber.

Skitoureneldorado im „Seiten-Seitental“
Das Bergsteigerdorf Villgratental weist ein hohe Dichte an hervorragenden Skitouren auf. Alle Touren oder Schneeschuhwanderungen können vom Tal aus unternommen werden. Da viele Anstiege über Almböden bis nahe an die Gipfel oder auf diese führen, sind Skitouren bereits nach ersten ergiebigen Schneefällen möglich. Die Villgrater Berge sind im Winter durch eine Nord-Staulage bevorzugt und bieten vom November bis Mai großartige Tourenverhältnisse. Einige Skitouren beginnen direkt bei den Unterkünften, bei Ferienwohnungen oder Gasthöfen der 3- und 4-Stern Kategorie oder beim Haus des Südtiroler Alpenvereins. Das kulinarische Angebot bei Jausenstationen, Gasthöfen und Restaurants reicht von erstklassiger Hausmannskost bis zur Hauben-Küche.

Seine Bekanntheit verdankt Villgraten auch heimischen Kulturschaffenden. Eindrucksvoll, vielfältig und auch selbstironisch beschrieben hat der Villgrater Kulturpublizist, Schriftsteller und Ethnologe Johannes E. Trojer sein „Seiten-Seitental“. Ihre Wurzeln nicht verleugnen kann und will die weithin wahrgenommene Musicbanda „Franui“, die ihren Namen von einer Villgrater Almwiese geborgt hat.

„Wir sind ein Erholungsdorf. Und das ist unsere beste Propaganda“, stand im ersten Villgrater Werbeprospekt von 1958. Die Zeilen könnten von heute sein.

Text: Benedikt Sauer

Lage

Lagekarte Bergsteigerdörfer im Villgratental OsttirolTourismusverbände im Villgratental

Webcam Innervillgraten

Webcam Innervillgraten

Webcam Innervillgraten - Alfenalm

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